Höre dich – Teil 3

Kennst du das Gefühl, dass alle um dich herum etwas von dir wollen? Dass du keine einzige Minute Zeit hast, durchzuatmen, weil alles und alle nach deiner Aufmerksamkeit schreien?

Bei mir ist es zum Beispiel der Fall im Unterricht, wenn ich als Berufsschullehrerin meinen Lernenden einen etwas anspruchsvolleren Auftrag erteile, an dem sie arbeiten müssen. Hier rufen bisweilen alle 18 Lernende meinen Namen, weil sie meine Unterstützung möchten. Natürlich kann ich das eine Weile durchhalten und allen helfen – aber auf Dauer? Das ist unmöglich. Früher oder später werde ich total ausgelaugt sein und mich in dem ganzen verlieren. Was tue ich also, um dem zuvor zu kommen?

Wenn immer möglich schaue ich, dass ich mich in den Pausen oder in den Zwischenstunden zurückziehen kann. Das ist auch in deinem Arbeitsleben möglich – seien es auch nur wenige Minuten auf der Toilette. Dort kannst du für dich alleine ein paar tiefe Atemzüge machen, die deinen Puls augenblicklich wieder herunterbringen werden. Wenn möglich, nimm dir in einer kurzen Pause die Zeit, dich in einen bequemen Sessel zu setzen und die Augen zu schliessen. Je weniger Sinne du für eine kurze Pause einschaltest, umso besser. So wird es auch einfacher, deinen Blick nach Innen zu richten. Zuerst scannst du deinen Körper. Wie fühlt er sich an? Wo bist du verspannt, wo drückt etwas? Kannst du etwas dafür tun, damit es dir besser geht? Wie zum Beispiel etwas essen oder trinken, frische Luft oder einen (wärmenden) Pulli anziehen.

Wenn du noch einen Schritt weiter gehen willst, kannst du dir auch bewusst werden, was du gerade denkst. Wo sind deine Gedanken? In der Vergangenheit, in der Zukunft oder im Hier und Jetzt? Nehme einfach wahr, ohne zu werten. Das ist der erste Schritt in ein erweitertes Bewusstsein. Du bist daran, die Zügel deines Lebens (wieder) selbst in die Hand zu nehmen.

In Teil 4 nächste Woche: Warum es Mut braucht, auf dich selbst zu hören.

Literatur für dein Herz. Inspiration für deinen Alltag. https://www.edition-birbaum.ch

Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

Workshops und Vorträge. Höre dich. https://www.hear-your-soul.ch/

Höre dich – Teil 2

Wenn ich mich früher einem vollgepackten Arbeitstag abends spät ins Bett lege, fühlte ich mich zeitweilen ausgelaugt und irgendwie unbefriedigt. Ich hatte zwar den ganzen Tag über fleissig gearbeitet, aber irgendwie wollte sich eine innere Zufriedenheit einfach nicht einstellen. Kennst du dieses Gefühl?

Ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, dass dies meine Seele ist, die sich zu später Stunde, als ich von all den Ablenkungen des ganzen Tages endlich zur Ruhe komme, meldet. Sie sagt mir, dass ich nicht auf sie gehört habe, meiner inneren Stimme nicht folgte, meine Intuition nicht hörte und nicht auf mich schaute.

Natürlich ist es nicht immer einfach, im zuweilen hektischen Alltag auf seine eigene, innere Stimme zu hören. In der heutigen Zeit gibt es so viele und vieles, das nach unserer Aufmerksamkeit schreit: die Medien, unsere Smartphones, die Mails, unser Umfeld, Radio, TV, Internet und vieles mehr. So ist es nicht verwunderlich, wenn wir uns in all dieser Flut an Sachen, die auf uns hereinbrechen, verlieren. Wir machen es nicht bewusst, es geschieht einfach. So wie ich mit einem Segelboot in einen starken Wind gerate, wenn ich einfach segle und nicht die Veränderungen in den Wolken oder auf dem See beobachte.

Was kannst du aber tun, um im Alltag bei dir zu bleiben? Am besten ist es, Schritt für Schritt daran zu arbeiten, das Bewusstsein zu stärken. Frage dich jeden Tag mehrmals: Wie fühle ich mich gerade? Wo tut etwas weh in meinem Körper, habe ich Hunger, Durst, andere Bedürfnisse? Unser Körper ist ein wunderbarer Gradmesser für unser Wohlbefinden und gibt uns exakte Anweisungen – wenn wir sie hören wollen.

In Teil 3 nächste Woche: Wie ich in hektischen Zeiten Ruhe bewahren kann.

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Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

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Höre dich – Teil 1

Kennst du das Gefühl, einfach wie in einem Film zu leben? Neben dir zu stehen und zuzuschauen, was alles abgeht. Du bist zwar die Hauptdarstellerin/der Hauptdarsteller im Film, aber du kannst nicht wirklich bestimmen, was darin vorgeht. Du reagierst einfach auf das, was geschieht. Ein unschönes Gefühl, finde ich.

So fühlte ich mich zu Beginn meiner Seglerkarriere, wenn viel Wind aufkam. Das Boot wurde von einer Seite auf die andere gewirbelt, ich konnte nur noch schauen, dass wir nicht kentern und war dem Geschehen hilflos ausgeliefert – so meinte ich jedenfalls. Doch Schritt für Schritt, Jahr für Jahr, wurde ich erfahrener, bis ich begriff, dass ich alleine die Zügel bzw. die Schots in der Hand halte. Zwar kann ich die Stärke des Sturms und die Wellen nicht beeinflussen, doch ich kann meine Reaktion darauf steuern. Ich agiere, statt zu reagieren. Ich erkenne die Böen, die auf mich zukommen, bevor sie beim Boot eintreffen und mich in eine Lage bringen, in der ich nicht sein will.

So ist es auch im (Alltags-)Leben. Bevor eine Böe dich erwischt und aus dem Gleichgewicht bringt, kannst du aktiv etwas dafür tun, dass du die Turbulenz unbeschadet überstehst. Denn wenn du in deiner Ruhe bist und auf deine innere Stimme hörst, wird sie dir eine drohende Erschütterung in deinem Leben ankündigen. Dein Gefühl sagt dir, dass etwas nicht mehr im Lot ist, dass du zu viel arbeitest, dass du dich von einer Person aus deinem Umfeld trennen oder deine Arbeitsstelle wechseln solltest.

Aber warum hörst du nicht auf dich und deine innere Stimme? Was kannst du tun, damit du vermehrt auf dich hörst? Mehr dazu nächste Woche in Teil 2.

Literatur für dein Herz. Inspiration für deinen Alltag. https://www.edition-birbaum.ch

Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

Workshops und Vorträge. Höre dich. https://www.hear-your-soul.ch/

 

Buch Zwei auf der Zielgeraden – Teil 4

Doch das PDF-Dokument des Buches, das nun in der zweiten Korrekturrunde ist, reicht natürlich noch nicht aus. Damit das Buch auch vollständig ist, braucht es dazu selbstverständlich auch ein tolles Cover.

Mit meinem Graphiker habe ich schon einige Runden, Besprechungen und Telefonate geführt diesbezüglich. Wir sind uns schnell einig, dass das zweite Band der Trilogie mit dem ersten Band eine Ähnlichkeit aufweisen muss, damit die Leserinnen und Leser meines ersten Buches den «look and feel» wieder erkennen. Und für mich ist es auch wichtig, dass ich eine eigene Linie fahre und dieser auch treu bleibe. So lehnen wir diesmal die Farbe des Buches meiner Workshop/Coaching-Webseite «Hear your soul» an.

Natürlich muss auch ganz klar darauf geachtet werden, dass das Bildmaterial mir gehört oder eingekauft ist. Eine Lizenzverletzung ist für mich ausser Diskussion. Die Frau, die Sirina darstellt, stammt aus meiner Bildserie des ersten Covers; diese Aufnahmen wurden eigens für mich gemacht. Diesmal entscheiden wir uns jedoch für ein Foto, in dem die Frau in die entgegengesetzte Richtung blickt – sie weiss jetzt, wohin sie will.

Doch im Hintergrund stehen weitere dunkle Regenwolken, durch die sich aber schon helfende Sonnenstrahlen einen Weg bahnen. Licht am Horizont – für die Protagonistin meines Buches und für mich. Das Buch steht kurz vor der Vollendung. Das Bild habe ich selbst bei einem Kurzaufenthalt in Locarno geschossen. Intuitiv und mit meinem Smartphone Ich hätte nicht gedacht, dass ich es einmal für mein Cover benutzen werde. Doch es hat sich wieder einmal gelohnt, auf meine Intuition zu hören.

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Workshops und Coaching. Höre dich. Finde dich. Lebe dich. https://www.hear-your-soul.ch/

Buch Zwei auf der Zielgeraden – Teil 3

Während ich mich mit der Unterstützung eines professionellen Teams um die glasklare Positionierung meiner Person kümmere, läuft natürlich die Buchproduktion weiter. Denn für meine Vernissage und meine Lesung im Oktober müssen die Bücher druckfrisch vorhanden sein.

Mein finales Worddokument sende ich hiezu an ein professionelles Unternehmen in den USA. Dieses konvertiert mein Dokument in die vier verschiedenen digitalen Versionen, die ich benötige. Das hört sich alles sehr komplex an. Doch da ich das ganze Prozedere bereits zum zweiten Mal mache, ist es für mich diesmal schon überschaubarer. Zugleich notiere ich mir diesmal alles auch fein säuberlich in ein Worddokument, damit ich es beim dritten Buch noch leichter habe und noch effizienter werde.

Nach rund 10 Tagen erhalte ich dann die erste Version meines Buches im PDF-Format zugestellt. Jetzt geht es daran, die Sachen zu korrigieren. Nicht, dass ich nochmals alles durchlese. Doch es geht darum, die Trennungen zu kontrollieren und allfällige «unschöne» Seiten, die vom Satz her nicht gut aussehen. Trennungsfehler hat es deren viele, da es für die amerikanische Person natürlich schwierig ist, trotz ihres Deutschstudiums, die richtigen Trennungen zu finden. Seite für Seite gehe ich daher akribisch durch. Danach sende ich es meiner deutschen Lektorin; auch sie wird noch fündig. Nach weiteren 10 Tagen kann ich die gesammelten Korrekturen mit gutem Gefühl zurücksenden. Das Buch muss so fehlerlos wie möglich sein – das ist mein Anspruch an mich selbst und an die Qualität, die ich verkaufe.

Nächste Woche in meinem Blog: Das finale Cover.

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Buch Zwei auf der Zielgeraden – Teil 2

Mit der Erkenntnis, dass ich eine klare(re) Positionierung meiner Person brauche, ist mir einerseits ein Stein vom Herzen gefallen. Denn ich sehe wieder klarer. Auf der anderen Seite bin ich jetzt auch wieder gefordert, einen grossen Teil zusätzlicher Arbeit zu bewerkstelligen, die ich so nicht eingeplant hatte. Doch es ist einleuchtend: Wenn ich einfach losrenne und überall etwas mache, dann verschwende ich meine (limitierten) Ressourcen, denn so würde ich mit dem Giesskannenprinzip arbeiten, was einfach nichts bringt. Ich verstehe und weiss, dass ich mich jetzt glasklar positionieren muss und auch darf. Doch – für was genau stehe ich? Was kann gerade ich besser als andere? Was biete ich an, was niemand anderes sonst anbietet? Fragen über Fragen, auf die ich vorerst auf die Schnelle keine Antwort finde.

Nach einem längeren Skype-Gespräch mit einer Strategie-Expertin bin ich einfach so weit, dass ich weiss, dass diese «Hausaufgaben» vor allem an mir liegen. Und dass diese Zeit brauchen. Gut. Aber wie weiter?

Zuerst beginne ich mit der Arbeit an mir selbst. Das ist nicht einfach, aber sehr lohnenswert. Ich blicke ein weiteres Mal in den Spiegel und grabe zum x-ten Mal in meinem Innersten nach negativen Glaubenssätzen und Denkmustern. So wie ich es in meinen Büchern beschreibe und in meinen Vorträgen und Workshops erzähle. Denn: nur wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, kann ich auf meine eigenen Erfahrung abstützen und diese weitergeben. Die Arbeit fruchtet, auch wenn es nicht angenehm ist, wenn ich wieder neue negative Glaubenssätze entdecke. Doch ich bleibe nett zu mir und mit mir. «Nobody is perfect».

Schliesslich die Erkenntnis: Ich brauche professionelle Unterstützung für meine Positionierung, einen Sparringpartner sozusagen, der mir hilft, meine vielen Vorzüge auf einen Punkt – den Punkt – zu bringen. Weitere Arbeit steht mir bevor; ich freue mich und bin gespannt.

Nächste Woche in meinem Blog: Wie mein Buch weiter Form erhält.

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Buch Zwei auf der Zielgeraden – Teil 1

Schreiben ist ein schönes Handwerk und meine Berufung. Das geniesse ich. Doch es gibt natürlich auch noch die andere Seite: die Vermarktung meiner Arbeit. Wie im Blog im Juni geschrieben, fühle ich mich dann plötzlich wie vor dem Mount Everest. Ich habe viele Ideen, sehr viele sogar, eine Vision – und beschränkt Zeit. Zwar ist mein Motto «first think then run» sehr hilfreich. Doch wo starte ich überhaupt mit meinem Denkprozess?

Als erstes beschliesse ich daher, mich mit ein paar Expertinnen und Experten aus meinem Bekanntenkreis jeweils zu einem Café zu treffen, um zu erfahren, wie sie mich als Aussenstehende wahrnehmen. Mit jedem Treffen erhalte ich einen neuen Puzzlestein, so dass mein Puzzle langsam aber sicher Form annimmt. Ich kann von der Erfahrung meiner Kolleginnen und Kollegen profitieren und sie stehen mir natürlich wohlwollend gegenüber. Das ist sehr wichtig in einer Phase des Business, in der ich mich noch im Aufbau befinde. Denn mit jemandem zu sprechen, der meine Träume gleich wieder zunichte machen würde, bevor ich mich an die Umsetzung mache, das wäre wie ein Todesurteil meiner langjährigen Arbeit.

Doch auch meine Bekannten stellen mir viele Fragen. Unbequeme zum Teil. Oder solche, auf die ich grad keine Antwort weiss. Das ist auch gut so, denn es regt mich zum Nachdenken an. Ich weiss in meinem Innern, sie haben da alle einen wunden Punkt gefunden: Es ist meine glasklare Positionierung, die mir fehlt. Aber, wie finde ich diese?

Nächste Woche in meinem Blog: Wie ich zur klaren Positionierung komme.

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