Loslassen – Teil 4

Endlich – nach drei Wochen – habe ich Klarheit. Die Angst, die meinem Magen zurzeit zu schaffen macht und die es loszulassen gilt ist die Angst vor Erfolg.

Auf den ersten Blick und vielleicht für eine aussenstehende Person ist das einfach lächerlich. Wer will schon nicht erfolgreich sein? Dass seine Träume, Wünsche und Visionen Wirklichkeit werden. Das ist doch mein Ziel, für das ich jeden Tag aufstehe und meine Energie dafür einsetze. Doch ich erkenne, dass all die unermüdliche Arbeit alleine mich nicht an das Ziel meiner Träume bringen wird, denn meine Vision ist die eine Kraft, die nach vorne zieht. Meine Angst die andere, die nach hinten zieht. Schlussfolgerung: ich bewege mich in meinem Leben zurzeit nicht viel; mal ein, zwei Schritte vorwärts, dann wieder einen Schritt zurück. So werde ich nie weit(er) kommen. Das frustriert auf Dauer – und, wie mein Magen es mir gespiegelt hat, bin ich dem Ganzen vor und zurück oder auf der Stelle treten schon längst überdrüssig und finde es wortwörtlich zum Kotzen.

Solange ich jedoch meine Angst vor Erfolg – egal, wie berechtigt oder rational sie nun einmal ist – nicht loslasse, solange werde ich nicht weiterkommen. Immer werde ich mich im Kreis drehen. Keine schöne Aussicht. Daher packe ich den Stier nun endlich bei den Hörnern. Nachdem ich verschiedene Bücher studiert habe, entscheide ich mich dafür, mit Affirmationen zu arbeiten und dazu auch körperliche Übungen zu machen wie das Klopfen auf die Thymusdrüse oder Augenübungen. Überzeugt bin ich beim Durchlesen nicht restlich, doch ich habe ja nichts zu verlieren. Zudem vertraue ich den Autorinnen der Bücher. Und siehe da: schon am ersten Tag fühlt sich mein Magen merklich besser an. Schritt für Schritt nähere ich mich so der Normalität. Nach weiteren zwei Wochen fühle ich mich wieder rundum fit und gesund – was für eine Wohltat.

Und eine tolle Erkenntnis und eine Bestätigung meiner Auffassung, dass wir eben (fast) alles in unserem Kopf lösen können. Schliesslich ist es unwichtig, wann dieser negative Glaubenssatz entstand, aus welchem Grund und ob er heute Sinn ergibt. Wichtig ist, solche alten Sachen in unserem Inneren aufzustöbern und dann loszulassen, damit wir unser wahres Potenzial leben können. Einfach genial.

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Loslassen – Teil 3

Auf der Suche nach dem Grund, wieso mein Magen über Wochen seinen Dienst verweigert, greife ich schlussendlich zu einem Buch von Louise Hay. Sie war eine Vorreiterin und hat schon lange entdeckt, wie wir uns mit unseren negativen Glaubenssätzen und Überzeugungen selbst behindern – und auch krank machen. So steht in ihrem Buch zum Thema «Magen», dass dort oft Angst gespeichert ist.

Gut, ein erster Hinweis. Einerseits bin ich froh, dem ganzen einen Schritt näher gekommen zu sein. Andererseits bin ich wie bei Eile mit Weile auch wieder auf Feld Eins angelangt. Denn Angst ist ein grosses Thema. Wo soll ich da beginnen? Schliesslich muss ich ja zuerst die Angst finden, damit ich sie loslassen kann. Eigentlich verspüre ich auch gar keine Lust, in meinem Innern nach einer mir verborgenen Angst zu graben. Das ist ganz normal. Wer tut das schon gerne? Da mein Magen aber weiter auf Kriegsfuss mit mir steht und mich so eindringlich weiter auffordert, diese innere Arbeit endlich anzugehen, lenke ich ein und begebe mich in mein Innerstes.

Dazu benötigt es schon einiger einsamer Spaziergänge in der Natur, ruhige Nachmittage in meinem Lesesessel – einfach die Seele baumeln lassen und nichts erzwingen wollen. Irgendeinmal meldet sich dann die innere Stimme in mir. Eigentlich weiss ich schon längst, welche Angst mich zurzeit beschäftigt. Doch es braucht eben Zeit, bis der Verstand endlich loslässt und der inneren Stimme die Gelegenheit gibt, sich über meinen Verstand zu melden. In meinem Herzen habe ich es ja schon lange gespürt: Die Angst vor Erfolg.

Was mache ich nun mit dieser Erkenntnis? Das erfährst du nächste Woche in Teil 4 meines Blogs im April zum Thema «Loslassen».

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Loslassen – Teil 2

Loslassen klingt so einfach und einleuchtend – wenn man weiss, was es denn ist, das einem blockiert. Spätestens nach zwei Wochen, in denen ich kaum einen Bissen essen kann, habe auch ich begriffen, dass da wohl etwas Grösseres in mir ist, das jetzt endlich nicht mehr Teil von mir sein will. Ich habe schliesslich nicht vor, mich mein ganzes restliches Leben von Magentee, Cola und Bouillon zu ernähren. Das finde ich nicht wirklich toll. Doch – wie finde ich jetzt diese Überzeugung, die mir nicht gut tut?

Oft sind die negativen Glaubenssätze tief verborgen in unserem Innern. Sie sind dort schon seit langem. Viele dieser Glaubenssätze haben wir schon als Kind erschaffen; bis zu unserem 10. Altersjahr haben wir dann schon eine stattliche Anzahl solcher negativen Überzeugungen angesammelt in uns. Da wir zu diesem Zeitpunkt oft nicht mit schwierigen Situationen umgehen können, interpretieren wir sie auf unsere Art und verdrängen sie in unseres Innerstes. Das ist nichts Schlechtes. Jedoch müssen wir uns bewusst sein, dass Verdrängen oder Vergessen eben nur temporär ist. Irgendeinmal – wenn unsere Seele bereit dazu ist – kommen diese Sachen dann wieder ans Tageslicht. Das kann nach 20, 30 oder 40 Jahren sein oder noch viel später. Wenn wir uns dem dann nicht stellen und die alten Sachen aufarbeiten, werden sie uns bis an unser Lebensende in unseren Handlungen blockieren und uns immer wieder torpedieren, unser wahres Glück zu finden und zu leben.

Da ich meinen Körper verstanden habe bzw. das Zeichen meines Magens, mache ich mich also auf, den alten Glaubenssatz zu ergründen, der da auf meinen Magen drückt und ihn bzw. mich nicht zur Ruhe kommen lässt.

Was ich bei meiner Suche finde, erfährst du nächste Woche im 3. Teil meines Blogs im April zum Thema «Loslassen».

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Loslassen – Teil 1

Jetzt, bei Frühlingsstart, ist eine günstige Zeit, ein paar alte Dinge loszulassen, die wir in diesem Jahr nicht mehr brauchen (wollen). So wie die Natur, die über den Winter die Pflanzen und Tiere sterben liess, die sie im neuen Jahr nicht mehr braucht, so können auch wir uns von Dingen trennen, die wir nicht mehr benötigen. Und die uns nicht guttun, oder besser gesagt, die uns in unserem Vorwärtskommen blockieren. Dies alles ist mir schon klar. Doch – wo starte ich mit meiner inneren Reinigung?

Mein Körper beantwortet mir diese Frage rasch: eine hartnäckige Magen-Darm-Grippe sucht mich heim. Nicht, dass ich dieses «Spiel» nicht schon kenne. Doch, diesmal ist mein Magen über mehr als vier Wochen nicht mehr im Lot. Klar, verstehe ich, mein Körper reinigt sich erst einmal selbst. Doch das ist nicht der springende Punkt. Denn, ich muss ja diese «Reinigung» auch stoppen können. Für mich weiss ich, dass Medikamente nicht die richtige Lösung sind, denn sie stoppen höchstens die Symptome, nicht jedoch den wahren Grund. Ich nehme also die Herausforderung meines Körpers wahr, wieder einmal tief in mich hineinzuhören.

Ich suche also nach alten Glaubenssätzen und Überzeugungen, die mich daran hindern, mein wahres Potenzial zu leben. Eine echt anstrengende Sache – wer schaut schon gerne in die tiefsten, dunklen Ecken seiner Seele? Wohl niemand. Trotzdem müssen wir dies tun, damit wir weiterkommen – falls wir das überhaupt wollen. Ich will das auf jeden Fall.

Wie ich dies tue, erfährst du nächste Woche im 2. Teil meines Blogs im April zum Thema «Loslassen.»

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Leben im Hier und Jetzt – Teil 3

Wenn ich im Hier und Jetzt lebe, lebe ich mein Leben in vollen Zügen. Ich nehme es in jede Faser meines Körpers auf und nähre sie damit. Das gelingt mir am besten beim Segeln, im Yoga, während dem Unterrichten und wenn ich meine Texte schreibe. Immerhin. Doch daneben schwirrt mein Verstand munter zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her, ohne sich um die Gegenwart zu kümmern. Warum?

Es ist ein geniales Ausweichmanöver meines Egos. Ich muss mich so nicht mit dem beschäftigen, das direkt vor meinen Füssen liegt. Vielleicht ist es etwas, das ich als unangenehm empfinde. Oder ich bin (noch) nicht dort, wo ich gerne sein möchte, habe (noch) nicht das erreicht, was ich mir wünsche. Das Ego flüstert mir dann zu, dass ich versagt habe. Es spiegelt mir meine Fehler der Vergangenheit und projiziert sie auf die Zukunft. Ehe ich es mich versehe, bin ich in diesem Gedankenspiel gefangen, das eine grosse Menge Energie braucht. Diese Energie fehlt mir dann wiederum, das Leben im Hier und Jetzt zu geniessen. Ich kann nicht mehr all das Schöne wahrnehmen, das bereits um mich ist. Das Ego jubelt. Es kann mich klein halten und mir weiter einflössen, ich sei klein, unbedeutend und meine Arbeit sei unbedeutend.

Natürlich ist das alles Quatsch. Aber in solchen Momenten neige ich dazu, diesen Worten Glauben zu schenken. Denn ich bin nicht im Hier und Jetzt, höre nicht auf meinen Körper, der mir stets perfekt signalisiert, was gut ist für mich und was nicht. Und ich höre nicht meine Intuition, die den Weg kennt und mich sicher durch alle Unebenheiten des Lebens leiten kann.

Nach all den Überlegungen nehme ich mir vor, viel mehr im Hier und Jetzt zu leben, mich mit all meinen Vorzügen und Nachteilen anzunehmen, so wie ich gerade in dem Augenblick bin. Das und die Lebensfreude der Balinesen kann ich in meinen Alltag integrieren. Das kostet mich keinen einzigen Fragen – nur ein bisschen Mut.

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Leben im Hier und Jetzt – Teil 2

Darüber nachzudenken und meine Lebenseinstellung mit derjenigen der Balinesen zu vergleichen, ist eine echte Herausforderung für mich. Eigentlich stelle ich so meine ganzes Tun und Schaffen so in Frage. Lohnt sich die ganze Arbeit, die tue? Würde nicht auch weniger ausreichen? Was ist der Preis, den ich dafür bezahle? Ja, bezahlt habe in all meinen so geschäftigen Bankerjahren.

Beruhigen kann mich der Gedanke, dass die Leute auf Bali durch ihr Leben im Hier und Jetzt nicht sehr zuverlässig sind. Man kann mit ihnen nichts auf eine längere Zeit hinaus planen. Und mit länger meine ich hier 2 bis 3 Tage. Alles geschieht spontan. Vieles scheint daher aus meiner Sicht unorganisiert und improvisiert. Durch das, dass sie nicht weit in die Zukunft denken, sind sie oft auch ineffizient und laufen mehrmals für die gleiche oder ähnliche Sache hin und her – während sie dabei lächeln, singen oder pfeifen…

Doch – was tue ich in dieser Zeit? Wo hält sich mein Verstand die meiste Zeit auf? Wenn ich ehrlich bin, ist mein Verstand oftmals in der Vergangenheit und möchte Vergangenes ungeschehen machen und Fehler vermeiden. Oder ich verweile mit meinen Gedanken in der Zukunft und male mir aus, wie es besser sein könnte oder plane die nächsten Tage und Wochen. Ständig entweiche ich so gedanklich dem eigentlichen Tag. Und genau genommen auch mir selbst.

Warum aber will ich mir selbst eigentlich ausweichen? Wer oder was in mir steuert dieses Tun? Mehr dazu nächste Woche im Teil 3 meiner Blogserie «Leben im Hier und Jetzt.»

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Leben im Hier und Jetzt – Teil 1

Auf meinem kürzlichen Urlaub in Bali beobachtete ich die Balinesen. Sie schienen immerzu glücklich und zufrieden zu sein. Zufrieden mit sich selbst und mit dem, was sie hatten. Sie nahmen das Leben auch nicht so von der stressigen Seite wie wir das hier in der Schweiz tun. Nach einem getanen Arbeitsgang folgte immer sogleich eine Ruhepause. Immer wieder hörte ich die Frauen in der Küche kichern und lachen, obwohl sie sicher einen strengen Job hatten – und daneben zu Hause sicher noch eine Familie zum Betreuen und Ernähren. Doch sie konnten lachen – so richtig aus dem Herzen heraus.

Warum war das so? Nach einigen Gesprächen mit Ausländern, die dort schon länger wohnen, hatte ich die Antwort: Die Balinesen leben im Hier und Jetzt. Sie kümmern sich nicht um das Gestern – und sorgen sich nicht im das Morgen. Sie leben einfach den Tag.

Als ich die Balinesen weiter beobachtete und über ihre Lebenseinstellung nachdachte, reflektierte ich natürlich auch mein eigenes Leben. Lebte bzw. lebe ich daheim auch stets im Hier und Jetzt? Wohl kaum.

Ich stresse oftmals von Termin zu Termin. Ein durchgeplanter Tag reiht sich an den anderen. Zeit zum einfach «Hängen» gönne ich mir kaum. Das ist ein krasser Gegensatz zu den Balinesen, die einen Grossteil des Tages einfach dem Nichtstun frönen.

Während ich am Ende der Woche einiges erledigt habe, bringen es die Balinesen mit ihrer Einstellung nicht sehr weit mit ihrer Arbeit. Dafür geniessen sie jeden Moment ihres Lebens. Was ist besser?

Mehr darüber nächste Woche in Teil 2 meiner Blogserie «Leben im Hier und Jetzt.»

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