Vertraue dir – Teil 2

Eine der für mich persönlich schwierigsten Themen ist, mir selbst in der Liebe zu vertrauen. Ich arbeite stets viel an mir, reflektiere und lasse schier nie endlos werdende Wunden in mir auf. Ich will unbedingt vermeiden, die gleichen Fehler zweimal zu machen. Vermeiden, erneut verletzt zu werden. Kennst du dieses Gefühl? Doch wenn du vermeiden willst, eine erneute Enttäuschung zu erleiden dann blockierst du auch die neue, potentielle Liebe, die auf dich zukommen will oder möglicherweise bereits auf dich wartet. Was nun?

Wie kann ich sicher gehen, dass mich mein Gefühl dieses Mal zum richtigen Partner führt? Proiiziere ich schon wieder meine tiefsten Wünsche und Sehnsüchte in einen Mann oder hat eine Partnerschaft mit uns Potential?

Wieder hat der Verstand tausend Gründe, warum du keine neue Partnerschaft eingehen sollest. All die Unsicherheit, das Wechselbad der Gefühle, immer wieder die Angst vor einer emotionalen Verletzung. Doch da ist ja auch deine innere Stimme, die dir zuflüstert, dass eine neue Liebe auch das Salz in deiner Suppe sein kann, dich innerlich zum Jauchzen bringt und dich zu neuen Höchstleistungen anspornt. Was nun?

Das Stichwort hier ist Selbstliebe. Gib dir jeden Morgen eine Portion davon nach dem Aufstehen, am besten unter der Dusche. Das spart Zeit. Stelle dir vor, wie das Wasser dich von den Wunden der Vergangenheit reinigt und danach dein Herz in eine rosa Wolke hüllt. Wunderbare Liebe umgibt dich und lässt dein Herz jauchzen. Du weisst jetzt, egal, was sich aus der neuen Liebe ergibt: du bist bereits glücklich und in Harmonie mit dir selbst.

Nächste Woche in diesem Blog: wie tiefsitzende Wunden aufzuarbeiten dein Vertrauen in dich selbst stärkt.

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Vertraue dir – Teil 1

Ich bin mir nicht sicher, ob ich etwas Neues wagen soll. Ich habe doch erst vor einem Jahr meine neuen Webseiten aufgeschalten. Jetzt wieder alles umbauen? Das kostet Zeit, Geld und Nerven, wirft mein rationaler Verstand ein. Es macht durchaus Sinn, gehe den nächsten, logischen Schritt, flüstert meine innere Stimme.

Kennst du dieses Gefühl? Du möchtest dir und deiner inneren Stimme so gerne vertrauen, ja, auf sie hören. Doch dein rationaler Verstand wartet mit grossem Geschütz auf und will dich daran hindern, eine Veränderung anzugehen. Zu früh, zu schnell, unnötig, argumentiert er. Und ja, immer wieder ist das Geld und die damit einhergehende, vermeintliche Sicherheit ein stichhaltiges Argument, das dich davon abhalten will, etwas zu wagen. Was kannst du da tun?

Als erstes: tief durchatmen. Dann gib deinem rationalen Verstand den Raum, den er sich wünscht. Es bringt nichts, diese Gedanken zu unterdrücken, denn sie kommen immer wieder hoch. Das ist so in der Natur der Dinge: was wir unterdrücken, meldet sich umso stärker. So wirst du es nicht los. Was nun?

Nimm ein Blatt Papier oder deinen Laptop zur Hand und notiere all die rationalen Argumente, die dir dein Verstand liefert, etwas nicht zu tun. Würdige seine Arbeit und seine Bemühungen, dich vor einem Unglück zu bewahren. Bedanke dich bei ihm. Dann lasse los. Zerreisse das Papier, verbrenne es oder spüle es die Toilette hinunter. Lasse los. Welch befreiendes Gefühl.

Nächste Woche in diesem Blog: Wie kann ich meiner inneren Stimme Vertrauen schenken in Liebesangelegenheiten.

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Wertschätze dich – Teil 5

Kennst du das Gefühl, dass du alles unternimmst, um dir die Wertschätzung selbst zu geben, die du verdienst, aber es funktioniert nur, wenn du bei dir zuhause alleine bist. Sobald du nach draussen an die Öffentlichkeit gehst, fällt alles wieder auseinander. Du fühlst dich wieder klein und unbedeutend, sobald du einen erfolgreichen Menschen trifft, eine attraktivere Person als du oder einfach ein Mensch, der alles im Griff zu haben scheint. Sofort vergleichst du dich mit dieser Person und merkst: Hilfe, ich bin überhaupt noch nicht so weit, nicht so schön, nicht so erfolgreich. Ich bin nicht so viel Wert, wie ich mir gerade einzureden versuche…. Was nun?

Hier hilft nur eines: Weg von der Perfektion. Denn der Perfektionismus kommt von deinem Ego, das dir sagt, dass du nicht gut genug bist und dass du immer besser sein musst als die anderen. Das ist alles eine Lüge. Doch dem Ego ist es bitterer Ernst damit, denn es hat eine heiden Angst. Das Ego hat Angst zu sterben, daher suggeriert es dir, dass du noch nicht gut genug bist, dass alles noch nicht okay ist. Dass du noch weiter an dir arbeiten musst, damit du besser, schöner, schneller, erfolgreicher bist als die anderen. Doch darum geht es hier auf dieser Welt nicht – auch wenn uns das tagtäglich von den Medien und der Werbung eingelöst wird. Es geht darum, dass du dich selbst liebst, deinen eigenen Wert selbst anerkennst und dann auf dich selbst hörst. Du machst dann das, was für dich stimmt und was du am besten kannst. Alles andere, das du tust, nur um die Anerkennung im Aussen zu erlangen, die dir im Innern fehlt, wird dich nicht glücklich machen.

Um die Anerkennung im Aussen geht es nämlich nicht in deinem Leben. Daher nimm einfach zur Kenntnis, wenn dein Ego sich bei dir meldet und deine unperfekten Dinge hervorhebt. Dinge, die wir alle haben, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Dann sage dir selbst: «Ich liebe mich, trotz dieser Sachen, die nicht perfekt sind. Ich bin es wert, glücklich zu sein. Ich kann trotzdem glücklich, zufrieden und erfolgreich sein.» Es braucht ein bisschen Übung, deinem Ego zu widersprechen, doch es lohnt sich. Versuche es, du kannst nur gewinnen.

Im November widme ich mich dem Thema Vertrauen. Ab nächster Woche in diesem Blog. Sei gespannt.

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Wertschätze dich – Teil 4

Kennst du das Gefühl, dass du zwar deine neue Philosophie – dich selbst mehr wertzuschätzen – in deinem Alltag umsetzen willst, aber irgendwie will es einfach nicht klappen. Immer wieder fällst du in deine alten Lebensmuster zurück. Das heisst, du machst dich klein, wartest (vergeblich) auf ein Dankeschön oder ein Lob von deinem Umfeld und wirst dann traurig. Du beginnst, dich selbst wieder in Frage zu stellen, ob du überhaupt so viel Wert hast, wie du vorgibst. Das ist ganz normal. Aber was hindert dich daran, dein Leben nicht so einfach zu ändern, obwohl du es dir so sehr und von ganzem Herzen wünschst.

Hier sind negative Glaubenssätze am Werk. Tief in deinem Innern hast du einen oder mehrere Glaubenssätze, die dir nicht gut tun. Oftmals sind diese schon in deiner frühen Kindheit von dir geformt worden. Meist unbewusst hast du dir damals Sachen gemerkt wie: «Ich bin nicht liebenswert. Ich bin es nicht wert, Erfolg zu haben. Ich kann nichts.» Das sind nur ein paar Beispiele von negativen Glaubenssätzen, die wir alle in uns tragen. Wie Terroristen verstecken sie sich in unserem Unterbewusstsein und kommen immer dann zum Vorschein, wenn wir sie nicht gebrauchen können, um unser Leben zu sabotieren: Zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch, einem wichtigen Meeting, einem Date oder einem Auftritt.

Was kannst du dann tun? Tief ein- und ausatmen. Du nimmst zur Kenntnis, dass du diese Glaubenssätze hast. Sie wegzudenken oder wegzuwünschen funktioniert nicht. Aber du kannst deinem kleinen, inneren Kind, das diese Glaubenssätze geformt hat, sagen: «Ja, ich höre dich. Ich verstehe dich. Aber heute bin ich erwachsen und es ist gut so, wie es ist. Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Alles wird gut. Ich bin bei dir.» Dann kannst du dir vorstellen, wie du dich als kleines Kind selbst umarmst und beruhigst. Wende das jedes Mal an, wenn negative Glaubenssätze in dir hochkommen. Du wirst sehen, sie werden weniger. Und vor allem: du nimmst ihnen die Kraft über dich zu herrschen und dein Leben zu beeinflussen.

In Teil 5 nächste Woche: Warum Perfektionismus dir nicht gut tut.

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Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

Workshops und Vorträge. Höre dich. https://www.hear-your-soul.ch/

Wertschätze dich – Teil 3

Wenn du dich auf den Weg machst, dich selbst mehr wertzuschätzen, ist es wichtig, dass du nicht nur dir selbst den Wert zugestehst, den du hast, sondern auch den Sachen in deinem Leben, die bereits gut laufen. Das Zauberwort hier heisst: Dankbarkeit.

Schreibe dir jeden Abend fünf Sachen auf, für die du dankbar bist (oder zähle dir jeden Morgen fünf Sachen auf, gleich nach dem Aufwachen). Am besten beginnst du damit, die ganz einfachen und alltäglichen Dinge aufzuzählen: die Dusche hat warmes Wasser, die Heizung funktioniert, dein Kühlschrank hält feines Essen für dich bereit, du kannst dich auf den öffentlichen Bus verlassen, du bist gesund, du hast Kleider zum Anziehen. Und so weiter und so fort. Auch wenn es für dich jetzt banal klingt, versuche es. Warum?

Dankbarkeit erhöht deine Energiefrequenz. Du legst jetzt den Fokus auf das, was schon gut ist oder läuft in deinem Leben. Deine Wertschätzung für dein Leben und für das, was du bis heute schon erreicht hast, steigt. Oftmals ist es ja so, dass unsere Gedanken immer wieder um unsere Probleme kreisen, die damit (zu) viel Energie und Raum erhalten und manchmal dadurch auch noch grösser werden. Doch wenn du dich auf die ganz kleinen, alltäglichen Dinge konzentrierst, die du oft als selbstverständlich betrachtest und gar nicht beachtest, dann werden sich die guten Dinge in deinem Leben vervielfältigen. So einfach ist das. Versuche es ruhig aus und lass dich überraschen, wie viel besser dein Leben danach läuft. Du kannst nur gewinnen.

In Teil 4 nächste Woche: Was dich bei deiner eigenen Wertschätzung blockieren kann.

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Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

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Wertschätze dich – Teil 2

Eigentlich ist es ganz einfach, sich selbst wertzuschätzen: Wie im Blog von letzter Woche beschrieben, stehe ich einfach morgens auf und frage mich: «what’s the most self-honoring choice I can make today?» Oder auf Deutsch: Was ist die grösstmögliche, wertschätzende Wahl, die ich heute für mich treffen kann? Und dann setze ich das um. Leichter gesagt, als getan.

Kennst du dieses Gefühl, dass etwas ganz einfach klingt, jedoch im Alltag überhaupt nicht leicht umzusetzen ist? Du nimmst dir etwas vor, aber es gelingt dir einfach nicht, weil du immer wieder in deine alten Muster zurückfällst? Das ist ganz normal.

Als ich damit begann, mich jeden Morgen zu fragen, was ich an diesem Tag Wertschätzendes für mich tun könnte, war ich hell begeistert. Doch ich musste mit der Zeit auch erkennen, dass ich es nicht immer umsetzen konnte. Jeden dritten oder vierten Tag wandte auch ich wieder das Altbewährte an, oder ich verglich mich mit einer Kollegin, einer Frau auf der Strasse oder mit einer anderen erfolgreichen Person, die alles im Griff zu haben schien. Und schon wurde ich mir untreu und stand nicht mehr für mich ein, hörte nicht auf meine innere Stimme oder ähnliches.

Das ist ganz normal. Denn wenn du jahrelang an dir kein gutes Haar gefunden hast und dein Licht stets unter den Scheffel gestellt hast, dann kannst du nicht von heute auf morgen alle Gedankengänge in dir ändern. Du gehst dann halt zwei Schritte vorwärts und wieder einen zurück. Wichtig ist hier, dass du dran bleibst. Verurteile dich nicht, dass du nicht von Beginn an alle deine Vorsätze umsetzt. Diese neue Gedankenstruktur braucht Zeit, bis sie sich in dir gefestigt hat. Dann geht sie ganz einfach in deinen Alltag über. Bis dahin, sei nett und geduldig mit dir selbst – pflege deine neue Gedankenausrichtung wie ein kleines, zartes Pflänzchen, das sich seinen Weg durch den festen Boden sucht, um dort zu blühen.

In Teil 3 nächste Woche: Was Dankbarkeit mit Wertschätzung zu tun hat.

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Wertschätze dich – Teil 1

Kennst du das Gefühl, nicht anerkannt zu sein für das, was du alles den ganzen lieben langen Tag tust? Dein Umfeld sieht es einfach für selbstverständlich an, dass du tagein tagaus wie ein Uhrwerk verlässlich funktionierst. Niemand sieht, wie viel Energie und Kraft hinter deiner Leistung steckt. Das macht dich traurig. Denn alles, was du dir wünschst, wäre einfach ein herzliches «Dankeschön», ein anerkennendes Lächeln oder eine Geste, die dir zeigt, dass deine Arbeit gesehen und geschätzt wird. Aber nichts dergleichen geschieht.

Oftmals geschah dies bei mir während meiner Bankerkarriere. Von frühmorgens bis spätabends arbeitete ich unermüdlich, plante akribisch meine Arbeiten, erfüllte sämtliche Deadlines und war auch immer bereit bei irgendwelchen «Feuerwehrübungen» mitzuhelfen. Doch nie erhielt ich dafür Anerkennung. Das machte mich mitunter traurig und auch frustriert. Heute ist das nicht mehr der Fall. Nicht, dass es im Lehrerberuf immer so ist, dass sich die Lernenden mit einem «Dankeschön» nach dem Unterricht verabschieden. Doch ich habe eine neue Lebensweise gewählt: ich gebe mir selbst die Wertschätzung, die ich mir vom Aussen wünsche. Und siehe da – je länger je mehr erhalte ich auch die Anerkennung, nach der ich mich so lange sehnte. Wie geschieht dies?

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, frage ich mich als allererstes: «what’s the most self-honoring choice I can make today?» Oder auf Deutsch: Was ist die grösstmögliche, wertschätzende Wahl, die ich heute für mich treffen kann? Es muss nichts Grosses sein, im Gegenteil. Eine kleine Geste reicht. Ich zeige mir, dass ich mich selbst wertschätze. Um Beispiel nehme ich mir vor, dass ich konsequent auf meine innere Stimme höre während eines wichtigen Meetings. Oder ich sage eine Einladung ab und sage dort bewusst «Nein», weil ich keine Lust dazu habe. Ganz kleine Dinge können es sein, doch diese werden deine innere Haltung dir selbst gegenüber verändern. Nicht heute. Nicht morgen. Aber bereits nach ein paar Wochen und Monaten wirst du merken, wie du besser für dich und deine Wünsche einstehen kannst. Das wichtigste am Ganzen ist: Du musst das, was du dir am Morgen vornimmst, auch wirklich umsetzen. So bleibst du dir selbst treu.

Das klingt alles so einfach, aber es gibt da auch seine Tücken. Mehr dazu nächste Woche in Teil 2. Nächste Woche auf diesem Blog.

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