Respektiere dich – Teil 2

Nicht mehr ganz zwei Wochen bis Weihnachten. Der Stress steigt. Kennst du dieses Gefühl? Die Menschen in den Einkaufsstrassen vermehren sich unheimlich, alle laufen noch einen Tick schneller als sonst, angerempelt wird, wer sich dem horrenden Tempo nicht unterordnen will und mitmacht. Obwohl die Tage immer kürzer werden, entwickelt sich deine Aktivität, dein Freizeitprogramm und deine Pendenzenliste in die entgegengesetzte Richtung. Statt dir – wie die Natur – eine Pause zu gönnen, rennst du von Termin zu Termin, von Event zu Event, von Essen zu Essen. Nicht, dass das nicht Spass macht. Aber auch nur bis zu einem gewissen Teil. Denn je schneller sich dein Leben um dich dreht, desto mehr hast du das Gefühl, es nicht mehr im Griff zu haben.

Deine innere Stimme schreit regelrecht nach Ruhe, einem gemütlichen Abend daheim bei Kerzenlicht oder einfach nach Zeit zum Nichtstun. Durch das weniger gewordene Sonnenlicht hast du in der Winterzeit weniger Energie zur Verfügung, doch du machst so weiter, wie bisher – oder noch mehr, denn viele benehmen sich so, als ob es kein neues Jahr mehr gäbe nach dem 31.12. Und du machst mit. Doch – muss das unbedingt sein? Warum respektierst du nicht einfach deinen Körper und gönnst ihm die Ruhe, nach der er sich so sehnt?

Versuche einmal, einfach eine Stunde früher ins Bett zu gehen. Was löst das bei dir aus? Dieses Vorgehen kostet dich rein gar nichts – ausser den Mut, es zu versuchen. Eine weitere Variante ist, dein Smartphone abends, sobald du nach Hause kommst, auszuschalten und es erst am nächsten Morgen wieder einzuschalten, wenn du zur Arbeit gehst. Du wirst merken, wieviel Ruhe dir das in dein Leben bringt. Vielleicht wirst du auch mutiger und beschliesst, deine anstehenden Veranstaltungen vor Weihnachten auf ein Minimum zu beschränken und dir stattdessen Zeit für die eigene Musse zu gönnen: gemütlich einen Kaffee trinken gehen, ein gutes Buch lesen, einen Winterspaziergang im Wald. Dies alles wird deinem Körper sehr gut tun und deine Seele jubeln lassen.

Dein Körper braucht diese Jahreszeit, um sich zu erholen und du die Zeit, um in dich zu gehen und dich zu läutern, damit du im Frühling mit vollem Tatendrang, neuer Kraft und ohne Altlasten wieder durchstarten kannst.

Wie du dich respektvoll läuterst, um befreit ins neue Jahr starten zu können, erfährst du nächste Woche in diesem Blog.

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Respektiere dich – Teil 1

Kennst du das Gefühl, wenn du morgens aufstehst, mit dir zufrieden bist, wenn du in den Spiegel blickst und dann das Haus verlässt, um zur Arbeit zu gehen. Alles ist in Ordnung – bis zu dem Zeitpunkt, an dem du auf eine andere Frau triffst (für Männer auf einen anderen Mann) und dich mit ihr vergleichst. In Nullkommanichts ist deine gute Stimmung im Keller. Du erkennst – oder zumindest redest du dir das ein – dass du zu dick, zu dünn, zu alt, zu gross, zu klein, zu unsportlich, zu einfach gekleidet (und vieles mehr) bist.

Doch – was ist hier geschehen? Dein Ego hat dich dazu veranlasst, dich mit einer anderen Person zu vergleichen. Denn dein Ego kennt nur den Wettbewerb: wer ist grösser, schneller, reicher, besser. Eine gesunde Portion Antrieb ist ja gut und auch echt hilfreich im Leben, um weiterzukommen. Aber es geht nicht darum, mit den anderen Menschen zu konkurrenzieren, denn es gibt keine Konkurrenz. «Doch!», schreit es jetzt grad laut in dir. Da kann ich dir recht geben in dem Sinn, dass wir Menschen dieses Konkurrenzdenken selber pflegen und leben. Was aber unnötig ist und nur viel Energie kostet – die wir wiederum an unser Ego abgeben, das sich darüber freut und sich daran nährt. Denn das Ego will überleben – um jeden Preis. Was machst du jetzt aber, um nicht in diese Konkurrenz-Falle zu tappen?

Das erste ist: Bewusstsein. Sei aufmerksam und beobachte deine Gedanken. Wenn du urplötzlich und ohne erkenntlichen Grund traurig wirst und dich schlecht fühlst, nicht schön oder nicht erfolgreich genug, dann schaue, ob du dich gerade vergleichst. Oft wird das der Fall sein. Was dann? Nicht Kritik an dir üben, ist das oberste Gebot. Sei liebevoll mit dir und sage zu dir: «Ich erkenne, dass ich mich wieder mit anderen vergleiche und in diese ungesunde Falle getappt bin. Ich lasse diesen Vergleich jetzt los und konzentriere mich auf die Dinge, die ich an mir mag und auf die ich stolz sein kann.» Dann lobe dich im Anschluss für die Dinge, die du soeben aufgezählt hast. Du wirst sehen, mit der Zeit wirst du die Konkurrenz-Falle immer mehr los, denn du respektierst dich und deine Person, so wie du gerade im Moment bist. Was gibt es Bereicherndes?

Nächste Woche in diesem Blog: Wie du deinen Körper respektierst.

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Vertraue dir – Teil 3

Einige, wenn nicht viele unserer negativen Glaubenssätze bilden wir in unserer frühen Kindheit zwischen 2 und 4 Jahren. Das ist zwar an sich nicht weiter schlimm, doch wir bewerten Ereignisse in der Zeit aus dem Blickwinkel eines eben kleinen Kindes. Dieses schätzt Situationen ganz anders ein, als wir das heute tun würden. Diese Überzeugungen können uns ein Leben lang verfolgen, ja, behindern.

Als mein Vater durch einen Arbeitsunfall starb, war ich 4 Jahre alt. Ich weiss nicht mehr, was die letzten Worte waren, die wir wechselten oder was wir taten, als wir uns das letzte Mal sahen. Doch als er plötzlich eines Tages nicht mehr von der Arbeit nach Hause kam, gab ich mir die Schuld dafür. Ich fühlte mich schuldig an seinem Tod. Aus heutiger Sicht völlig irrational, doch damals machte es für mich Sinn.

Was kannst du tun, wenn du so eine Überzeugung plötzlich in dir wahrnimmst? Und du kannst dir sicher sein, dass es solche negativen Glaubenssätze in dir hat. Vielleicht fühlst du dich schuldig an der Trennung deiner Eltern, am Geldmangel der Familie oder an der Krankheit eines Elternteiles. Wie kannst du dir innerlich noch vertrauen, nachdem du entdeckst, dass du dich jahrelang mit solch einer geballten Ladung Negativität selbst blockierst?

Als erstes ist Akzeptanz gefragt. Und Selbstliebe. Du kannst dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit nehmen, dich mit deinem inneren Kind zu treffen. Nimm es in die Arme, sage ihm, dass du es liebst und dass du ihm verzeihst, dass es dich so lange an der Nase herumgeführt hat. Es wusste es nicht besser. Wenn du kannst, visualisiere eine rosa Wolke, die dich mit dem Kind zusammen umgibt. Gib ihm die Sicherheit, die es damals vermisste. Es ist sicher – und du auch. So wirst du je länger je mehr sein Vertrauen zurück gewinnen und auch das Vertrauen in dich selbst, auf deine innere Stimme zu hören.

Nächste Woche in diesem Blog: wie kannst du dir wieder vertrauen nach einem krassen Fehlentscheid?

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Vertraue dir – Teil 2

Eine der für mich persönlich schwierigsten Themen ist, mir selbst in der Liebe zu vertrauen. Ich arbeite stets viel an mir, reflektiere und lasse schier nie endlos werdende Wunden in mir auf. Ich will unbedingt vermeiden, die gleichen Fehler zweimal zu machen. Vermeiden, erneut verletzt zu werden. Kennst du dieses Gefühl? Doch wenn du vermeiden willst, eine erneute Enttäuschung zu erleiden dann blockierst du auch die neue, potentielle Liebe, die auf dich zukommen will oder möglicherweise bereits auf dich wartet. Was nun?

Wie kann ich sicher gehen, dass mich mein Gefühl dieses Mal zum richtigen Partner führt? Proiiziere ich schon wieder meine tiefsten Wünsche und Sehnsüchte in einen Mann oder hat eine Partnerschaft mit uns Potential?

Wieder hat der Verstand tausend Gründe, warum du keine neue Partnerschaft eingehen sollest. All die Unsicherheit, das Wechselbad der Gefühle, immer wieder die Angst vor einer emotionalen Verletzung. Doch da ist ja auch deine innere Stimme, die dir zuflüstert, dass eine neue Liebe auch das Salz in deiner Suppe sein kann, dich innerlich zum Jauchzen bringt und dich zu neuen Höchstleistungen anspornt. Was nun?

Das Stichwort hier ist Selbstliebe. Gib dir jeden Morgen eine Portion davon nach dem Aufstehen, am besten unter der Dusche. Das spart Zeit. Stelle dir vor, wie das Wasser dich von den Wunden der Vergangenheit reinigt und danach dein Herz in eine rosa Wolke hüllt. Wunderbare Liebe umgibt dich und lässt dein Herz jauchzen. Du weisst jetzt, egal, was sich aus der neuen Liebe ergibt: du bist bereits glücklich und in Harmonie mit dir selbst.

Nächste Woche in diesem Blog: wie tiefsitzende Wunden aufzuarbeiten dein Vertrauen in dich selbst stärkt.

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Vertraue dir – Teil 1

Ich bin mir nicht sicher, ob ich etwas Neues wagen soll. Ich habe doch erst vor einem Jahr meine neuen Webseiten aufgeschalten. Jetzt wieder alles umbauen? Das kostet Zeit, Geld und Nerven, wirft mein rationaler Verstand ein. Es macht durchaus Sinn, gehe den nächsten, logischen Schritt, flüstert meine innere Stimme.

Kennst du dieses Gefühl? Du möchtest dir und deiner inneren Stimme so gerne vertrauen, ja, auf sie hören. Doch dein rationaler Verstand wartet mit grossem Geschütz auf und will dich daran hindern, eine Veränderung anzugehen. Zu früh, zu schnell, unnötig, argumentiert er. Und ja, immer wieder ist das Geld und die damit einhergehende, vermeintliche Sicherheit ein stichhaltiges Argument, das dich davon abhalten will, etwas zu wagen. Was kannst du da tun?

Als erstes: tief durchatmen. Dann gib deinem rationalen Verstand den Raum, den er sich wünscht. Es bringt nichts, diese Gedanken zu unterdrücken, denn sie kommen immer wieder hoch. Das ist so in der Natur der Dinge: was wir unterdrücken, meldet sich umso stärker. So wirst du es nicht los. Was nun?

Nimm ein Blatt Papier oder deinen Laptop zur Hand und notiere all die rationalen Argumente, die dir dein Verstand liefert, etwas nicht zu tun. Würdige seine Arbeit und seine Bemühungen, dich vor einem Unglück zu bewahren. Bedanke dich bei ihm. Dann lasse los. Zerreisse das Papier, verbrenne es oder spüle es die Toilette hinunter. Lasse los. Welch befreiendes Gefühl.

Nächste Woche in diesem Blog: Wie kann ich meiner inneren Stimme Vertrauen schenken in Liebesangelegenheiten.

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Wertschätze dich – Teil 5

Kennst du das Gefühl, dass du alles unternimmst, um dir die Wertschätzung selbst zu geben, die du verdienst, aber es funktioniert nur, wenn du bei dir zuhause alleine bist. Sobald du nach draussen an die Öffentlichkeit gehst, fällt alles wieder auseinander. Du fühlst dich wieder klein und unbedeutend, sobald du einen erfolgreichen Menschen trifft, eine attraktivere Person als du oder einfach ein Mensch, der alles im Griff zu haben scheint. Sofort vergleichst du dich mit dieser Person und merkst: Hilfe, ich bin überhaupt noch nicht so weit, nicht so schön, nicht so erfolgreich. Ich bin nicht so viel Wert, wie ich mir gerade einzureden versuche…. Was nun?

Hier hilft nur eines: Weg von der Perfektion. Denn der Perfektionismus kommt von deinem Ego, das dir sagt, dass du nicht gut genug bist und dass du immer besser sein musst als die anderen. Das ist alles eine Lüge. Doch dem Ego ist es bitterer Ernst damit, denn es hat eine heiden Angst. Das Ego hat Angst zu sterben, daher suggeriert es dir, dass du noch nicht gut genug bist, dass alles noch nicht okay ist. Dass du noch weiter an dir arbeiten musst, damit du besser, schöner, schneller, erfolgreicher bist als die anderen. Doch darum geht es hier auf dieser Welt nicht – auch wenn uns das tagtäglich von den Medien und der Werbung eingelöst wird. Es geht darum, dass du dich selbst liebst, deinen eigenen Wert selbst anerkennst und dann auf dich selbst hörst. Du machst dann das, was für dich stimmt und was du am besten kannst. Alles andere, das du tust, nur um die Anerkennung im Aussen zu erlangen, die dir im Innern fehlt, wird dich nicht glücklich machen.

Um die Anerkennung im Aussen geht es nämlich nicht in deinem Leben. Daher nimm einfach zur Kenntnis, wenn dein Ego sich bei dir meldet und deine unperfekten Dinge hervorhebt. Dinge, die wir alle haben, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Dann sage dir selbst: «Ich liebe mich, trotz dieser Sachen, die nicht perfekt sind. Ich bin es wert, glücklich zu sein. Ich kann trotzdem glücklich, zufrieden und erfolgreich sein.» Es braucht ein bisschen Übung, deinem Ego zu widersprechen, doch es lohnt sich. Versuche es, du kannst nur gewinnen.

Im November widme ich mich dem Thema Vertrauen. Ab nächster Woche in diesem Blog. Sei gespannt.

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Wertschätze dich – Teil 4

Kennst du das Gefühl, dass du zwar deine neue Philosophie – dich selbst mehr wertzuschätzen – in deinem Alltag umsetzen willst, aber irgendwie will es einfach nicht klappen. Immer wieder fällst du in deine alten Lebensmuster zurück. Das heisst, du machst dich klein, wartest (vergeblich) auf ein Dankeschön oder ein Lob von deinem Umfeld und wirst dann traurig. Du beginnst, dich selbst wieder in Frage zu stellen, ob du überhaupt so viel Wert hast, wie du vorgibst. Das ist ganz normal. Aber was hindert dich daran, dein Leben nicht so einfach zu ändern, obwohl du es dir so sehr und von ganzem Herzen wünschst.

Hier sind negative Glaubenssätze am Werk. Tief in deinem Innern hast du einen oder mehrere Glaubenssätze, die dir nicht gut tun. Oftmals sind diese schon in deiner frühen Kindheit von dir geformt worden. Meist unbewusst hast du dir damals Sachen gemerkt wie: «Ich bin nicht liebenswert. Ich bin es nicht wert, Erfolg zu haben. Ich kann nichts.» Das sind nur ein paar Beispiele von negativen Glaubenssätzen, die wir alle in uns tragen. Wie Terroristen verstecken sie sich in unserem Unterbewusstsein und kommen immer dann zum Vorschein, wenn wir sie nicht gebrauchen können, um unser Leben zu sabotieren: Zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch, einem wichtigen Meeting, einem Date oder einem Auftritt.

Was kannst du dann tun? Tief ein- und ausatmen. Du nimmst zur Kenntnis, dass du diese Glaubenssätze hast. Sie wegzudenken oder wegzuwünschen funktioniert nicht. Aber du kannst deinem kleinen, inneren Kind, das diese Glaubenssätze geformt hat, sagen: «Ja, ich höre dich. Ich verstehe dich. Aber heute bin ich erwachsen und es ist gut so, wie es ist. Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Alles wird gut. Ich bin bei dir.» Dann kannst du dir vorstellen, wie du dich als kleines Kind selbst umarmst und beruhigst. Wende das jedes Mal an, wenn negative Glaubenssätze in dir hochkommen. Du wirst sehen, sie werden weniger. Und vor allem: du nimmst ihnen die Kraft über dich zu herrschen und dein Leben zu beeinflussen.

In Teil 5 nächste Woche: Warum Perfektionismus dir nicht gut tut.

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Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

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