Gefühl der Einsamkeit – Teil 1

Kennst du dieses Gefühl, dass du einfach am liebsten zu Hause bleiben würdest, um dich von allem anderen Menschen fernzuhalten? Du möchtest dich am liebsten einfach einigeln und nichts von alldem mitbekommen, was draussen in der Welt geschieht. Und vor allem: du möchtest keine Interaktion mit anderen Menschen. Warum?

Ich glaube, dass wir Menschen ab und zu das Bedürfnis haben, alleine zu sein. Und das ist auch gut so. Alleine zu sein und über sich selbst nachzudenken oder sein Leben zu reflektieren, kann sehr heilsam sein. Doch alleine sein bedeutet nicht das gleiche wie einsam sein. Wo liegt der Unterschied?

Wenn du alleine sein willst, dann entscheidet du dich bewusst für eine Auszeit – eine Zeit nur mit dir alleine. Das kann von einem Spaziergang über ein Wochenende bis zu einem zwei Wochen Urlaub in einem (Yoga-)Retreat alles beinhalten. Du nimmst dir genau soviel Zeit für dich, wie du sie gerade nötig hast. Daraus schöpfst du Kraft, hast neue Erkenntnisse und kehrst geläutert, mit weniger Ballast und neuen Ideen ins Alltagsleben zurück.

Doch wenn du dich einsam fühlst, sieht das ganz anders aus. Denn dann hast du den Zugang zu dir selbst verloren. Die Verbindung in dein Inneres fehlt, du wirst wie ein Blatt im Wind von den Ereignissen des Tages und den Stimmungen deines Umfeldes umhergewirbelt. Auf und ab geht es mit deinen Emotionen wie auf einer Achterbahnfahrt, bis du es nicht mehr aushältst. Dann schirmst du dich von allen Menschen ab, um wenigstens ein bisschen Ruhe für dich zu haben. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch es ist gut, wenn du dann erkennst, dass du dich auf deinem Lebensweg verloren hast. Wie weiter?

Am ersten hilft da die Natur. Geh nach draussen, verstecke dich nicht in deiner Wohnung. Atme frische Luft ein, höre den zwitschernden Vögeln zu und dem Rauschen der Blätter. Die Natur spricht zu dir und dein Herz wird es aufnehmen, auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist. Die Natur kann und wird dich heilen, wenn du offen und bereit dazu bist. Schritt für Schritt gibt sie dir die Kraft, den Zugang zu deinem Innern wieder zu befreien, damit du dich wieder mit dir selbst verbinden kannst.

Nächste Woche in diesem Blog: Wie die eigene Familie das Gefühl der Einsamkeit schüren kann und wie du damit umgehen kannst.

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Verzeihen heilt – Teil 4

«Sie sind entlassen.» Kennst du das Gefühl, das dieser kleine Satz in dir auslöst? Die Welt über bricht zusammen, der Stuhl wird dir unter dem Gesäss weggerissen und du stehst einfach nur mit offenem Mund da? Was nun? Nach dem Schock setzen sofort die (Existenz-)Ängste ein. Später auch die Wut über den Vorgesetzen: Warum hat er mich entlassen? Was hat er sich dabei überhaupt gedacht? Er schickt mich ins Elend – das werde ich ihm nie verzeihen. Solche und ähnliche Gedanken sind normal – und menschlich.

Oft ist es jedoch so, dass wir ein paar Jahre später sagen können: «Das ist das Beste, das mir je passiert ist.» So geschah es mir, als ich unfreiwillig meine Bankerkarriere beenden musste. Viel Frust, viel Sorgen, viel Wut und Ärger. Doch genau diese Herausforderung, mir eine neue Zukunft zu erschaffen und mich selbst wieder einmal grundlegend zu hinterfragen hat mich genau zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin: eine glückliche, erfüllte Schriftstellerin, Inspiratorin und Berufsschullehrerin. Heute bin ich meinem Vorgesetzten echt dankbar für diesen Entscheid.

Vielleicht bist du jetzt gerade noch nicht so weit, das Gute in der unfreiwilligen Trennung von einem vermeintlich geliebten Arbeitsplatz zu erkennen. Dann ist es umso wichtiger, dass du deinen Vorgesetzten trotz allem verzeihst. Denke immer, sie wussten es nicht besser. Es war die einzige Tat, mit der sie sich zu helfen wussten. Oft haben diese Leute selbst Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und den einher gehenden Existenzängsten und -sorgen. Sie entledigen sich von Menschen, die ihnen gefährlich werden könnten. Ja, vielleicht sehen sie unbewusst in dir sogar den starken Menschen, den sie selbst gerne wären.

Du brauchst ihre Handlung nicht zu rechtfertigen und nicht gutzuheissen. Das einzige, was du tun kannst, ist ihnen zu verzeihen. Auch hier kannst du alles auf einen Zettel schreiben, der mit dem Satz endet: «Ich verzeihe dir» und diesen Zettel dann verbrennen oder die Toilette hinunterspülen. Wichtig dabei ist dein ernsthafter Wille, die Wut loszulassen. Denn Wut frisst dich nur von innen her auf, drückt auf dein Herz und zügelt deine Freude am Leben. Willst du, dass deine Vorgesetzen die Macht über dein neues Leben haben? Wenn nein, verzeihe ihnen. Du tust es für dich – nur für dich.

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Verzeihen heilt – Teil 3

Die Gründe, warum das Verzeihen in unserer Familie notwendig ist, liegen klar auf der Hand: Wir sind mit unserer Familie verbunden, ob wir es wollen oder nicht. Wir können zwar einem Familienmitglied systematisch aus dem Weg gehen, den Kontakt zu der Person abbrechen oder in ein anderes, weit entferntes Land ziehen. Doch es ist und bleibt dann immer noch unsere Mutter, unser Vater, unser Bruder, unsere Schwester, unser Onkel und so weiter. Oft wird gesagt: «Blut ist dicker als Wasser», was in unserer Gesellschaft bedeutet, dass man seinen Familienangehörigen eben helfen muss, auch wenn man die gleiche Hilfe Fremden schon lange verwehrt hätte.

Ich sehe das ein wenig anders. Familie wird man nicht los, ob man will oder nicht. Familienmitglieder können einem zum Wahnsinn treiben, zum Psychologen oder rauben uns nachts den Schlaf. Doch sie sind auch unsere grössten und wertvollsten Entwicklungshelfer, gerade aus den oben aufgeführten Gründen. Sie zwingen uns – meist unbewusst – dazu, über uns selbst hinauszuwachsen, an uns selbst zu arbeiten oder einen mutigen Schritt nach vorne zu wagen. Ohne das schwierige Verhältnis zu meiner Mutter wäre ich heute nicht die Person, die ich bin und stünde nicht an dem Ort, an dem ich jetzt bin. Ja, ich bin ihr dankbar. Aber verzeihen? Hier wird es schwierig.

Was hindert dich aber daran, auch jemandem aus deiner Familie zu verzeihen? Kürzlich hörte ich einem Vortrag eines buddhistischen Mönchs zu der dafür plädierte, dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen, dafür die anderen umso mehr. Oft, wenn nicht immer, ist es nämlich unser Ego, das uns am Verzeihen hindert. Es will nicht verlieren, es will immer recht haben, damit es seine Daseinsberechtigung nicht verliert. Doch warum kann man nicht einfach auch einmal verzeihen und nicht auf sein Recht pochen? Was hast du schon zu riskieren – ausser einem schmollenden Ego?

Ich bin auf dem Weg des Verzeihens, Stück für Stück, Schritt für Schritt. Mal gelingt es mir besser, mal weniger. Doch das ist okay, denn der Weg ist das Ziel. Und jeder noch so kleine Erfolg fühlt sich wie ein Befreiungsschlag an – eine Befreiung von Altem, das mir ab jetzt nicht mehr dienlich ist.

Nächste Woche erzähle ich hier auf diesem Blog, was es mit dem Verzeihen in unserer Arbeitswelt auf sich hat.

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Verzeihen heilt – Teil 2

Kennst du das Gefühl, einem Ex-Partner/einer Ex-Partnerin unverhofft über den Weg zu laufen und die Welt um dich steht plötzlich still? Wie im Zeitraffer ziehen alle schönen und auch unerfreulichen Episoden eurer Beziehung in deinem inneren Auge an dir vorbei. Falls die Beziehung im Unfrieden auseinander ging, fühlst du womöglich einen Stich in deinem Herz, ein Druck auf deiner Brust oder ein Kloss, der in deinem Hals steckt.

Das sind alles untrügliche Zeichen, dass hier noch unverarbeitete Wunden, oder wir können sie auch «Baustellen» nennen, sind. Je nachdem, was in deiner Vergangenheit geschah, ist es sicher nahvollziehbar, wenn man noch Wut, Zorn und Ärger auf einen Menschen in sich trägt, der einem im innersten des Herzens verletzt hat. Diese Verletzungen und Wunden sind umso tiefer, weil diese Person unser Vertrauen missbrauchte. Wenn eine Partnerschaft sehr eng ist, weiss man viel voneinander. Man kennt daher auch die Schwachstellen und wunden Punkte des anderen. Oftmals bei einem Bruch der Beziehung wird dann in diesen Wunden gebohrt, um – bewusst oder unbewusst – dem anderen klar zu machen, dass die Partnerschaft jetzt definitiv vorbei ist und dass man das geteilte Vertrauen nicht mehr haben will. Das tut weh und fühlt sich an, wie einem jemand ein Messer in eine offene Wunde sticht und es darin noch einmal umdreht. Doch umso wichtiger ist es, hier zu verzeihen.

Du musst dieser Person ja auch nicht persönlich um eine Aussprache bitten. Du kannst ihr auch einen Brief schreiben (den du natürlich nicht abschickst), ihr darin schreiben, wie sehr sie dich verletzte und was ihr Verhalten in dir auslöste. Darunter schreibst du dann: «Ich verzeihe dir von ganzem Herzen.» Denn diese Person wusste es damals nicht besser, sie war überfordert mit der Situation und tat das, was sie konnte. Dann verbrenne den Brief oder zerreisse ihn in Stücke und spüle ihn in die Toilette runter. Wahrscheinlich musst du diesen Prozess mehrmals machen, bis wirklich alles vergeben ist. Sei nett zu dir, verurteile dich dafür nicht. Sag dir immer wieder: ich bin auf dem Weg und ich versuche, zu verzeihen. Wisse, dass du damit nicht nur den Weg vor dir ebnest, sondern auch dein Herz für eine neue Liebe öffnest.

Nächste Woche in diesem Blog: Warum das Verzeihen in der Familie oft schwierig ist.

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Verzeihen heilt – Teil 1

Kennst du dieses Gefühl, dass du auf dein Leben zurückschaust und erkennst, dass du auf einem Gebiet (oder mehreren) einfach nichts erreicht hast und dich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, immer auf der gleichen Stelle im Kreis bewegst?

Kürzlich habe ich für mich eine Aufstellung über meine eigene Biographie gemacht. Warum? Weil ich einmal strukturiert Rückschau halten wollte und weil ich immer alles selbst an mir ausprobiere, bevor ich es im Unterricht oder in einem Workshop mit anderen Menschen anwende. Ich habe also ein Blatt Papier genommen und auf der Zeitachse mein Leben in 5-Jahres-Schritte eingeteilt. Dann habe ich Spalten gemacht für: Schule/Weiterbildung, Liebe, Wohnen, Familie, Job, Reisen, Hobbies, Spezielles. Als ich damit fertig war, begann ich, die leeren Felder auszufüllen. Ich finde diese Übung toll – je älter man ist, desto mehr gibt es da zu notieren. Doch das ist nur der Anfang. Anschliessend habe ich mir die einzelnen Themen genau angeschaut und mich ernsthaft gefragt: Bin ich zufrieden? Was tat ich all die Jahre? Bevor ich mich fragen kann, wohin ich überhaupt will und wie ich dahin käme, werde ich jäh gestoppt: ich beginne, mich selbst zu kritisieren für meine Fehler, die ich bis jetzt in meinem Leben machte. Doch das bringt nichts, es hindert mich nur daran, weiterzugehen und weiterzukommen. Also beschliesse ich, mir diese Fehler zu verzeihen.

Verzeihen – so ein einfaches Wort, und doch so schwer umzusetzen. Kannst du in den Spiegel schauen und dir deine Fehler verzeihen? Kannst du dir sagen: entschuldige, dass ich mich damals so entschied? Wohl kaum, wenn du dann an die zum Teil jahrelangen Konsequenzen denkst, die aus dem Entscheid resultieren. Doch verzeihen ist ein grossartiger Weg, die Vergangenheit hinter dir zu lassen und vorwärts gehen zu können. Wenn du dir selbst verzeihst, heilst du damit einen Teil in deinem Herzen, der verschlossen war. Verzeihen bedeutet nicht, dass du deine Fehler gutheisst oder das, was du damals getan hast. Verzeihen heisst, zu erkennen, dass du es damals in der Situation mit dem Wissen, das du zu der Zeit hattest, einfach nicht besser wusstest. Stelle dir vor deinem inneren Auge vor, wie du in dem Alter bist, nimm dich in die Arme und sage dir: «Ich verzeihe dir. Ich liebe dich.» Das braucht Mut. Und kann mehrmals wiederholt werden – so oft, bis es dir leichter ums Herz wird und du auf das Thema mit einem Lächeln zurückblicken kannst.

Nächste Woche in diesem Blog: Wie sieht es mit dem Verzeihen in der Liebe aus?

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Leben ohne Wettbewerb – Teil 5

Ein weiterer Ort, an dem grosser Wettbewerb herrscht, ist unsere heutige Social Media Welt. Die Vorteile von dieser Zeit sind nicht wegzudenken: wir sind mit Menschen aus aller Welt jederzeit vernetzt, wissen, wie es ihnen geht und was sie gerade tun. Doch darin liegt auch die Crux der Sache. Denn die meisten Menschen stellen dort nur ihr Sonntagsgesicht zur Schau.

Kennst du das Gefühl, wenn du dich eigentlich gut fühlst und zufrieden bist mit deinem Leben, auch wenn gerade nichts Spektakuläres darin geschieht, und dann öffnest du eines deiner Social Media Accounts, um zu schauen, was die anderen so machen – und du wirst schlagartig unglücklich. Warum? Weil du dort sehen kannst, was die anderen Menschen alle so Tolles tun und unternehmen. Wanderungen auf die höchsten Berggipfel, Spaziergänge an den schönsten Stränden der Welt, romantische Sonnenuntergänge, feines Essen – die Fantasie der Menschen, die ihr vermeintlich perfektes Leben posten und so der Öffentlichkeit zugänglich machen, scheint grenzenlos. Sofort weckt dies eine gewisse Unruhe in dir und du fragst dich: Was mache ich falsch? Ist mein Leben zu langweilig? Habe ich einfach Pech? Oder zu wenig Spass?

Doch dieser Vergleich ist nur ungesund. Wettbewerb ist ungesund. Du suggerierst dir damit nämlich selbst, dass du nicht gut genug sind, nicht liebenswert oder dass du es nicht verdient hast, erfolgreich zu sein. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, weisst du doch auch, dass auf den Social Media Kanälen die Menschen nicht ihr reales Leben zur Schau stellen, sondern nur die guten Sachen. Alle anderen schwarzen Flecken werden gewissentlich verheimlicht.

Sicher ist: es gibt keinen Wettbewerb. Du alleine bist diejenige Person, die dich langfristig und tief in deinem Innern glücklich machen kann. Klar, helfen da Annehmlichkeiten wie schöne Reisen und Ausflüge oder ein gutes Essen. Doch das sind alles Reize aus dem Aussen. Wenn du wirklich mit dir selbst im Reinen bist, dich so annehmen kannst und liebst, wie du im Moment gerade bist – mit all deinen Schwächen, Fehlern und Stärken – dann bist du frei von Wettbewerbsgedanken und Vergleichen. In diesem Stadium gehst du einfach deinen Weg – den Weg, der für dich stimmt. Starte heute damit, nimm dich (in Gedanken) in den Arm und flüstere dir zu: «Ich habe dich lieb, so wie du gerade bist» und dann schaue, das dieser Satz in dir auslöst. Sage in mindestens einmal im Tag zu dir über eine Woche, am besten über einen ganzen Monat. Schreibe ihn dir auf und hänge in an deinen Badezimmerspiegel. Probiere es aus – du kannst nur gewinnen.

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Leben ohne Wettbewerb – Teil 4

Wettbewerb unter Freunden – gibt es das? Wenn ja, sind es dann überhaupt meine echten Freunde, magst du dich jetzt vielleicht fragen. Mit meinen wirklichen Freunden trete ich doch nicht in den Wettstreit, oder? Vielleicht doch.

Kennst du das Gefühl, dass du mit deinem Leben rundum zufrieden bist, mit dem was du tust, mit dem, was du hast. Dann triffst du dich mit Freunden auf einen entspannten Schwatz und bemerkst dabei, dass die anderen viel weiter sind in der Karriere als du, dass andere eine harmonische Familie haben und du nicht, dass andere ein erfüllteres Freizeitprogramm besitzen oder einen wunderbaren Partner/Partnerin an ihrer Seite wissen, den/die du nicht hast. Sofort wirst du innerlich traurig, denn du vergleichst dich unweigerlich mit deinem Freundeskreis. Warum tust du dies überhaupt? Sich mit anderen zu vergleichen ist doch die sicherste Variante, innert Sekunden unglücklich zu werden. Doch es geschieht, immer wieder.

Einer der Gründe hierfür kann sein, dass du zwar auf dem Weg bist zu einem neuen Leben, dass du jedoch noch nicht dort angekommen bist, wo du gerne möchtest. Du bist noch unsicher auf deinem neuen Weg und da präsentieren dir deine Freunde ihre vermeintlich perfekten Leben. Klar, dass dich das traurig und nachdenklich stimmt. Aber – Hand aufs Herz – sind deren Leben wirklich so perfekt? Und wenn ja, freu dich mit ihnen und für sie. Das einzige Leben, für das du verantwortlich bist, ist dein eigenes. Dein Leben muss nur für dich alleine stimmen, nicht für deinen Freundeskreis, mit dem du dich auch nicht messen musst. Und wer weiss, vielleicht ist der eine oder die andere ja auch eifersüchtig auf dich, weil dein Leben so perfekt ist?

Wettbewerb ist ungesund, Wettbewerb macht unglücklich, genau wie die Vergleiche mit anderen. Versuche daher einmal, dir innerlich «Stopp» zu sagen, wenn du daran bist, dich wieder mit anderen zu vergleichen. Halte inne. Zähle dir dann in Gedanken fünf Sachen auf, die du bereits gut kannst und die du im Griff hast, auf die du stolz sein kannst in deinem Leben. Und dann beobachte, wie sich dein Gemütszustand verbessert.

Nächste Woche erzähle ich hier auf diesem Blog, was es mit dem Wettbewerb auf den Social Media auf sich hat.

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