Wertschätze dich – Teil 4

Kennst du das Gefühl, dass du zwar deine neue Philosophie – dich selbst mehr wertzuschätzen – in deinem Alltag umsetzen willst, aber irgendwie will es einfach nicht klappen. Immer wieder fällst du in deine alten Lebensmuster zurück. Das heisst, du machst dich klein, wartest (vergeblich) auf ein Dankeschön oder ein Lob von deinem Umfeld und wirst dann traurig. Du beginnst, dich selbst wieder in Frage zu stellen, ob du überhaupt so viel Wert hast, wie du vorgibst. Das ist ganz normal. Aber was hindert dich daran, dein Leben nicht so einfach zu ändern, obwohl du es dir so sehr und von ganzem Herzen wünschst.

Hier sind negative Glaubenssätze am Werk. Tief in deinem Innern hast du einen oder mehrere Glaubenssätze, die dir nicht gut tun. Oftmals sind diese schon in deiner frühen Kindheit von dir geformt worden. Meist unbewusst hast du dir damals Sachen gemerkt wie: «Ich bin nicht liebenswert. Ich bin es nicht wert, Erfolg zu haben. Ich kann nichts.» Das sind nur ein paar Beispiele von negativen Glaubenssätzen, die wir alle in uns tragen. Wie Terroristen verstecken sie sich in unserem Unterbewusstsein und kommen immer dann zum Vorschein, wenn wir sie nicht gebrauchen können, um unser Leben zu sabotieren: Zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch, einem wichtigen Meeting, einem Date oder einem Auftritt.

Was kannst du dann tun? Tief ein- und ausatmen. Du nimmst zur Kenntnis, dass du diese Glaubenssätze hast. Sie wegzudenken oder wegzuwünschen funktioniert nicht. Aber du kannst deinem kleinen, inneren Kind, das diese Glaubenssätze geformt hat, sagen: «Ja, ich höre dich. Ich verstehe dich. Aber heute bin ich erwachsen und es ist gut so, wie es ist. Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Alles wird gut. Ich bin bei dir.» Dann kannst du dir vorstellen, wie du dich als kleines Kind selbst umarmst und beruhigst. Wende das jedes Mal an, wenn negative Glaubenssätze in dir hochkommen. Du wirst sehen, sie werden weniger. Und vor allem: du nimmst ihnen die Kraft über dich zu herrschen und dein Leben zu beeinflussen.

In Teil 5 nächste Woche: Warum Perfektionismus dir nicht gut tut.

Literatur für dein Herz. Inspiration für deinen Alltag. https://www.edition-birbaum.ch

Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

Workshops und Vorträge. Höre dich. https://www.hear-your-soul.ch/

Wertschätze dich – Teil 3

Wenn du dich auf den Weg machst, dich selbst mehr wertzuschätzen, ist es wichtig, dass du nicht nur dir selbst den Wert zugestehst, den du hast, sondern auch den Sachen in deinem Leben, die bereits gut laufen. Das Zauberwort hier heisst: Dankbarkeit.

Schreibe dir jeden Abend fünf Sachen auf, für die du dankbar bist (oder zähle dir jeden Morgen fünf Sachen auf, gleich nach dem Aufwachen). Am besten beginnst du damit, die ganz einfachen und alltäglichen Dinge aufzuzählen: die Dusche hat warmes Wasser, die Heizung funktioniert, dein Kühlschrank hält feines Essen für dich bereit, du kannst dich auf den öffentlichen Bus verlassen, du bist gesund, du hast Kleider zum Anziehen. Und so weiter und so fort. Auch wenn es für dich jetzt banal klingt, versuche es. Warum?

Dankbarkeit erhöht deine Energiefrequenz. Du legst jetzt den Fokus auf das, was schon gut ist oder läuft in deinem Leben. Deine Wertschätzung für dein Leben und für das, was du bis heute schon erreicht hast, steigt. Oftmals ist es ja so, dass unsere Gedanken immer wieder um unsere Probleme kreisen, die damit (zu) viel Energie und Raum erhalten und manchmal dadurch auch noch grösser werden. Doch wenn du dich auf die ganz kleinen, alltäglichen Dinge konzentrierst, die du oft als selbstverständlich betrachtest und gar nicht beachtest, dann werden sich die guten Dinge in deinem Leben vervielfältigen. So einfach ist das. Versuche es ruhig aus und lass dich überraschen, wie viel besser dein Leben danach läuft. Du kannst nur gewinnen.

In Teil 4 nächste Woche: Was dich bei deiner eigenen Wertschätzung blockieren kann.

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Lesung aus «5:55 – Weg der Intuition»: 25.10.2018, 19.00 Uhr im Zürcher Segelclub, Bellerivestrasse 146, 8008 Zürich

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Wertschätze dich – Teil 2

Eigentlich ist es ganz einfach, sich selbst wertzuschätzen: Wie im Blog von letzter Woche beschrieben, stehe ich einfach morgens auf und frage mich: «what’s the most self-honoring choice I can make today?» Oder auf Deutsch: Was ist die grösstmögliche, wertschätzende Wahl, die ich heute für mich treffen kann? Und dann setze ich das um. Leichter gesagt, als getan.

Kennst du dieses Gefühl, dass etwas ganz einfach klingt, jedoch im Alltag überhaupt nicht leicht umzusetzen ist? Du nimmst dir etwas vor, aber es gelingt dir einfach nicht, weil du immer wieder in deine alten Muster zurückfällst? Das ist ganz normal.

Als ich damit begann, mich jeden Morgen zu fragen, was ich an diesem Tag Wertschätzendes für mich tun könnte, war ich hell begeistert. Doch ich musste mit der Zeit auch erkennen, dass ich es nicht immer umsetzen konnte. Jeden dritten oder vierten Tag wandte auch ich wieder das Altbewährte an, oder ich verglich mich mit einer Kollegin, einer Frau auf der Strasse oder mit einer anderen erfolgreichen Person, die alles im Griff zu haben schien. Und schon wurde ich mir untreu und stand nicht mehr für mich ein, hörte nicht auf meine innere Stimme oder ähnliches.

Das ist ganz normal. Denn wenn du jahrelang an dir kein gutes Haar gefunden hast und dein Licht stets unter den Scheffel gestellt hast, dann kannst du nicht von heute auf morgen alle Gedankengänge in dir ändern. Du gehst dann halt zwei Schritte vorwärts und wieder einen zurück. Wichtig ist hier, dass du dran bleibst. Verurteile dich nicht, dass du nicht von Beginn an alle deine Vorsätze umsetzt. Diese neue Gedankenstruktur braucht Zeit, bis sie sich in dir gefestigt hat. Dann geht sie ganz einfach in deinen Alltag über. Bis dahin, sei nett und geduldig mit dir selbst – pflege deine neue Gedankenausrichtung wie ein kleines, zartes Pflänzchen, das sich seinen Weg durch den festen Boden sucht, um dort zu blühen.

In Teil 3 nächste Woche: Was Dankbarkeit mit Wertschätzung zu tun hat.

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Wertschätze dich – Teil 1

Kennst du das Gefühl, nicht anerkannt zu sein für das, was du alles den ganzen lieben langen Tag tust? Dein Umfeld sieht es einfach für selbstverständlich an, dass du tagein tagaus wie ein Uhrwerk verlässlich funktionierst. Niemand sieht, wie viel Energie und Kraft hinter deiner Leistung steckt. Das macht dich traurig. Denn alles, was du dir wünschst, wäre einfach ein herzliches «Dankeschön», ein anerkennendes Lächeln oder eine Geste, die dir zeigt, dass deine Arbeit gesehen und geschätzt wird. Aber nichts dergleichen geschieht.

Oftmals geschah dies bei mir während meiner Bankerkarriere. Von frühmorgens bis spätabends arbeitete ich unermüdlich, plante akribisch meine Arbeiten, erfüllte sämtliche Deadlines und war auch immer bereit bei irgendwelchen «Feuerwehrübungen» mitzuhelfen. Doch nie erhielt ich dafür Anerkennung. Das machte mich mitunter traurig und auch frustriert. Heute ist das nicht mehr der Fall. Nicht, dass es im Lehrerberuf immer so ist, dass sich die Lernenden mit einem «Dankeschön» nach dem Unterricht verabschieden. Doch ich habe eine neue Lebensweise gewählt: ich gebe mir selbst die Wertschätzung, die ich mir vom Aussen wünsche. Und siehe da – je länger je mehr erhalte ich auch die Anerkennung, nach der ich mich so lange sehnte. Wie geschieht dies?

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, frage ich mich als allererstes: «what’s the most self-honoring choice I can make today?» Oder auf Deutsch: Was ist die grösstmögliche, wertschätzende Wahl, die ich heute für mich treffen kann? Es muss nichts Grosses sein, im Gegenteil. Eine kleine Geste reicht. Ich zeige mir, dass ich mich selbst wertschätze. Um Beispiel nehme ich mir vor, dass ich konsequent auf meine innere Stimme höre während eines wichtigen Meetings. Oder ich sage eine Einladung ab und sage dort bewusst «Nein», weil ich keine Lust dazu habe. Ganz kleine Dinge können es sein, doch diese werden deine innere Haltung dir selbst gegenüber verändern. Nicht heute. Nicht morgen. Aber bereits nach ein paar Wochen und Monaten wirst du merken, wie du besser für dich und deine Wünsche einstehen kannst. Das wichtigste am Ganzen ist: Du musst das, was du dir am Morgen vornimmst, auch wirklich umsetzen. So bleibst du dir selbst treu.

Das klingt alles so einfach, aber es gibt da auch seine Tücken. Mehr dazu nächste Woche in Teil 2. Nächste Woche auf diesem Blog.

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Höre dich – Teil 4

Wenn ich vor meiner langen Pendenzenliste sitze, die ich an einem Vormittag erledigen möchte und sehe, wie der Zeiger der Uhr unerbittlich nach vorne schnellt, kann es vorkommen, dass ich innerlich beginne, mich anzutreiben, schneller zu arbeiten – sprich: ich kreiere mir meinen Stress selbst. Klar gibt es Umstände, in denen der Druck auch von aussen auf uns angesetzt wird, zum Beispiel mit sogenannten «deadlines» im Arbeitsleben. Kennst du dieses Gefühl, dass dir die Zeit davon rennt? Dass es scheint, dass du nur noch «Feuer» zu löschen hast in deinem Umfeld?

Was tun? Je hektischer die Zeit, desto wichtiger ist es dann, auf dich zu hören. Denn je rascher sich unser Hamsterrad dreht, desto unkontrollierbarer wird der Ausgang. Sollte das Rad unerwartet angehalten werden, dann wird es dich mit voller Wucht hinaus katapultieren. Du spürst danach körperliche oder emotionale Schmerzen und hast einen herben Rückschlag erlitten. Das muss nicht sein. Das einzige, was du tun musst, ist dir pro Tag Zeiten der Ruhe und des Inn-dich-gehens gönnst. Das benötigt Mut, wenn die Pendenzenliste lauthals schreit, das Telefon klingelt und die Inbox deines Mails überflutet ist. Dein Ego schreit in deinem Kopf, dass du alles sofort erledigen musst. Es flüstert dir ein, dass es weiss, was richtig ist für dich und dass du nur durch die Anerkennung der anderen glücklich wirst.

Doch das ist eine Lüge. Denn das wahre Glück findest du nur in deinem Innern, unabhängig davon, was im Aussen geschieht. Daher nimm dir die Zeit, einzuhalten, durchzuatmen, dir etwas Schönes zu gönnen, wie zum Beispiel 5 Minuten einen Tee trinken, auf die Terrasse gehen und durchatmen, einmal um den Häuserblock laufen. Auszeit. Nichtstun. Dein Körper und deine Seele werden dabei jubeln und es dir danken, dass du sie an erster Stelle gestellt hast. Wenn du es nicht tust, wer tut es dann für dich?

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Höre dich – Teil 3

Kennst du das Gefühl, dass alle um dich herum etwas von dir wollen? Dass du keine einzige Minute Zeit hast, durchzuatmen, weil alles und alle nach deiner Aufmerksamkeit schreien?

Bei mir ist es zum Beispiel der Fall im Unterricht, wenn ich als Berufsschullehrerin meinen Lernenden einen etwas anspruchsvolleren Auftrag erteile, an dem sie arbeiten müssen. Hier rufen bisweilen alle 18 Lernende meinen Namen, weil sie meine Unterstützung möchten. Natürlich kann ich das eine Weile durchhalten und allen helfen – aber auf Dauer? Das ist unmöglich. Früher oder später werde ich total ausgelaugt sein und mich in dem ganzen verlieren. Was tue ich also, um dem zuvor zu kommen?

Wenn immer möglich schaue ich, dass ich mich in den Pausen oder in den Zwischenstunden zurückziehen kann. Das ist auch in deinem Arbeitsleben möglich – seien es auch nur wenige Minuten auf der Toilette. Dort kannst du für dich alleine ein paar tiefe Atemzüge machen, die deinen Puls augenblicklich wieder herunterbringen werden. Wenn möglich, nimm dir in einer kurzen Pause die Zeit, dich in einen bequemen Sessel zu setzen und die Augen zu schliessen. Je weniger Sinne du für eine kurze Pause einschaltest, umso besser. So wird es auch einfacher, deinen Blick nach Innen zu richten. Zuerst scannst du deinen Körper. Wie fühlt er sich an? Wo bist du verspannt, wo drückt etwas? Kannst du etwas dafür tun, damit es dir besser geht? Wie zum Beispiel etwas essen oder trinken, frische Luft oder einen (wärmenden) Pulli anziehen.

Wenn du noch einen Schritt weiter gehen willst, kannst du dir auch bewusst werden, was du gerade denkst. Wo sind deine Gedanken? In der Vergangenheit, in der Zukunft oder im Hier und Jetzt? Nehme einfach wahr, ohne zu werten. Das ist der erste Schritt in ein erweitertes Bewusstsein. Du bist daran, die Zügel deines Lebens (wieder) selbst in die Hand zu nehmen.

In Teil 4 nächste Woche: Warum es Mut braucht, auf dich selbst zu hören.

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Höre dich – Teil 2

Wenn ich mich früher einem vollgepackten Arbeitstag abends spät ins Bett lege, fühlte ich mich zeitweilen ausgelaugt und irgendwie unbefriedigt. Ich hatte zwar den ganzen Tag über fleissig gearbeitet, aber irgendwie wollte sich eine innere Zufriedenheit einfach nicht einstellen. Kennst du dieses Gefühl?

Ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, dass dies meine Seele ist, die sich zu später Stunde, als ich von all den Ablenkungen des ganzen Tages endlich zur Ruhe komme, meldet. Sie sagt mir, dass ich nicht auf sie gehört habe, meiner inneren Stimme nicht folgte, meine Intuition nicht hörte und nicht auf mich schaute.

Natürlich ist es nicht immer einfach, im zuweilen hektischen Alltag auf seine eigene, innere Stimme zu hören. In der heutigen Zeit gibt es so viele und vieles, das nach unserer Aufmerksamkeit schreit: die Medien, unsere Smartphones, die Mails, unser Umfeld, Radio, TV, Internet und vieles mehr. So ist es nicht verwunderlich, wenn wir uns in all dieser Flut an Sachen, die auf uns hereinbrechen, verlieren. Wir machen es nicht bewusst, es geschieht einfach. So wie ich mit einem Segelboot in einen starken Wind gerate, wenn ich einfach segle und nicht die Veränderungen in den Wolken oder auf dem See beobachte.

Was kannst du aber tun, um im Alltag bei dir zu bleiben? Am besten ist es, Schritt für Schritt daran zu arbeiten, das Bewusstsein zu stärken. Frage dich jeden Tag mehrmals: Wie fühle ich mich gerade? Wo tut etwas weh in meinem Körper, habe ich Hunger, Durst, andere Bedürfnisse? Unser Körper ist ein wunderbarer Gradmesser für unser Wohlbefinden und gibt uns exakte Anweisungen – wenn wir sie hören wollen.

In Teil 3 nächste Woche: Wie ich in hektischen Zeiten Ruhe bewahren kann.

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